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Entwicklung in der Klonenzüchtung bei Ruländer und Weißem Burgunder (DBW 06/2006)

 

 

Weißburgunder

Herkunft:

Vermutlich eine sehr alte Mutation aus dem Blauen Spätburgunder.

Synonyme:

Blanc de Champagne, Pinot Chardonnay, Pinot Bianco, Pinot blanc, Weißer Burgunder, Weißburgunder

Lageansprüche:

mittlere Ansrüche an die Lage, etwas geringer als Spätburgunder

Verbreitung:

In Deutschland in nahezu allen Weinbaugebieten, mit Schwerpunkten in Baden, Pfalz, Rheinhessen, Nahe und Mosel.

Ansonsten vor allem in Frankreich wo er in vielen Champagner Cuvees zu finden ist. Außerdem natürlich im Burgund wo er zusammen mit dem Chardonnay in den meisten der bekannten Appellationen verwendet wird.

Klone:

Die Klonenvielfalt ist beim Weissburgunder noch nicht so ausgeprägt. Der Klon, den sich alle wünschen ist jedoch auch hier vor allem lockerbeerig oder auch kleinbeerig oder mischbeerig. Da der Weißburgunder meist hohe Erträge bringt ist ein Züchtungsziel auch ein geringerer Ertrag, obwohl das oft mit klein- und mischbeerigen Klonen mithergeht.

FR 70

Dieser Klon ist zusammen mit dem D 209 der so genannte Standardklon. Er hat eine gute Fruchtbarkeit und ein sehr gutes Ertragspotential. Zur Ernte wird er schon gelblich.

D 209

In den Ertragsdaten sehr ähnlich dem Klon FR 70. Er ist jedoch eher der grünere Typ, d.h. die Beeren bleiben eher etwas grünlicher, obwohl die Mostgewichte mit denen des FR 70 fast übereinstimmen.

FR 74

Der FR 74 ist in unseren Versuchsanlagen fast identisch mit dem Klon FR 70. In den langjährigen Auswertungen des Züchters ist er jedoch im Mostgewicht leicht höher und im Ertrag leicht niedriger als dieser.

90 Gm

Der 90 Gm ist ein Klon aus Geisenheim, welcher in Baden mit dem Selektionsziel Lockerbeerigkeit ausgelesen wurde. Eine leichte Neigung zu lockereren Trauben ist deshalb vor allem bei starkwüchsigen Unterlagen erkennbar.

N 81

 

Der N 81 ist ein schon älterer Klon der ehemaligen Landeslehranstalt in Neustadt / Pfalz (heute DLR Rheinpfalz). Er erlebt im Moment eine gewisse Renaissance, da er teilweise als etwas lockerbeerig beschrieben wird.

FR 2101

 

Dies ist ein noch sehr neuer Klon des Weinbauinstitutes in Freiburg. Lockerbeerigkeit gepaart mit guter Weinqualität war auch hier das Zuchtziel. Leider gibt es jedoch im Moment noch sehr wenig Pflanzmaterial.