



Versuchsanlagen:
Anlage 2000
Anlage 2002
Anlage 2003
Anlage 2007
Entwicklung in der Klonenzüchtung bei Ruländer und Weißem Burgunder (DBW 06/2006)
Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Ruländer um eine Mutation aus dem Spätburgunder. Er lässt sich ampelographisch nur durch die Beerenfarbe von dem Spätburgunder und Weißburgunder unterscheiden, und zeigt auch heute noch immer wieder Farbmutationen an den Beeren.
Pinot gris, Grauburgunder, Tokay d'Alsace
Der Ruländer benötigt gute bis sehr gute Lagen um seinen vollmundigen Körper entwickeln zu können.
Hauptsächlich in Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich. Er erreichte durch den "Pinot-Grigio" Boom aus Italien Verbreitung in fast allen Weinbaugegenden der Welt.
Der Name Ruländer kommt von Johann Seeger Ruland, welcher ihn in seinem verwilderten Garten entdeckte.
Bei den Ruländern gibt es längst nicht soviel Klone wie bei dem Spätburgunder, und sie unterscheiden sich auch nicht so stark. Lockerbeerig und kleinbeerig oder mischbeerig so sieht im Moment der Wunschklon vieler Winzer aus, da der Ruländer doch stark zu Botrytis neigt.
Die Klone lassen sich in etwa in 4 verschiedene Gruppen unterteilen:
kompakte Klone | etwas mischbeerige Klone | kleintraubige mischbeerige Klone | lockere ertragsreiche Klone |
D 43 | |||
1 Gm | |||
21 Gm | |||
63 Wm | FR 2005 | ||
Dies ist der wohl bekannteste Klon aus Frankreich. Er zeichnet sich durch ähnliche Ertragsdaten wie der Klon Fr 49-207 aus. In Verrieselungsjahren scheint er jedoch ein bisschen lockerer als dieser zu sein.
Dies ist ein Klon aus San Michele in Norditalien. Er verrieselt deutlich stärker als der FR 49-207, und ist deshalb auch meist mehr lockerbeerig und kleinbeerig. In sehr schlechten Blütejahren kann diese Verrieselung auch schon relativ stark sein. Wir haben ihn selbst erst seit 2004 Im Ertrag, die Erntemengen waren jedoch noch nie erschreckend niedrig. Wir denken ein Klon, den man zusammen mit dem SMA 514 im Auge behalten sollte.
Für diesen Klon gilt das gleiche wie für den FR 2001. Wurde früher als EA 94-141 bezeichnet.
Auch für diesen Klon gilt das gleiche wie für den Klon Fr 2001. Wurde früher als EA 94-142 bezeichnet.
Auch für diesen Klon gilt das gleiche wie für den FR 2001. Wurde früher als EA 94-143 bezeichnet.
Die Gruppe der 1-30er Klone aus Geisenheim umfaßt 4 relativ neue Klone, welche sich durch ein hohes Ertragspotential mit guter Botrytisfestigkeit auszeichnet.
Die Unterschiede innerhalb der Gruppe sind gering, so dass wir sie hier zusammen fassen. Die Gruppe umfaßt folgende Klone: